2025

Allein unterwegs - gemeinsam gehandelt

Wie der Landessippenhajk in Hessen Pfadfindersippen zusammen und zum Handeln brachte

In diese drei Tage im Mai hat der BdP-Landesverband Hessen alles hineingepackt, was das Pfadfinderleben vor allem in der Stufe der zwölf- bis 16-Jährigen ausmacht: Die Sippen mit jüngeren Mitgliedern bekommen einen Anstoß, ohne den eigenen Stamm auf Fahrt zu gehen, die älteren vertiefen das schon vertraute Erlebnis und alle zusammen begegnen sich innerhalb einer großen Spielidee. 

Das war der Landessippenhajk mit zwölf Sippen und 60 Teilnehmenden. Kaum am Bahnhof eingetroffen, nahm die Geschichte von König Balthur dem Mächtigen seinen Lauf. Der König suchte nach einem würdigen Nachfolger und die Sippen mussten diese Prüfung bestehen. Auf getrennten Wegen zogen sie los, um die Aufgabe zu lösen. Dabei waren sie wie beim Hajk üblich komplett auf sich allein gestellt. Sie hatten Rätsel zu lösen und beispielsweise ein Lied zu schreiben, der Weg führte passenderweise an Burgruinen und Schlössern vorbei. 

Am nächsten Tag trafen alle auf dem Lagerplatz ein, der König gewährte eine Audienz und sah sich die vorgebrachten Leistungen an. Aber nun die Enttäuschung: Nichts davon überzeugte ihn, keine Sippe war seiner würdig. Zur Strafe gab es dünne Suppe, während Balthur der Mächtige großartig tafelte. 

Das war zu viel, das Volk erhob sich, setze den König kurzerhand ab und beschloss, eine Demokratie aufzubauen – Weltgeschichte im Zeitraffer! Und zum Schluss gab es ein festliches Mahl für alle.

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 500 Euro.