Den Namen „Weiße Rose“ hat sich der BdP-Stamm in Dortmund bewusst gewählt. Er erinnert an die gleichnamige Widerstandsgruppe in der Zeit des Nationalsozialismus, die in München beheimatet war. Sophie und Hans Scholl sowie Christoph Probst hatten aktiv gegen die Diktatur gearbeitet und dafür mit ihrem Leben bezahlt. Das mit der Namensgebung zu würdigen und eine solche Haltung zur Richtschnur des eigenen Denkens und Handelns zu machen, hat immer Anerkennung gefunden innerhalb der Pfadfinderarbeit und der gesamten Gesellschaft.
Damit das nicht zur Routine wird, hat der Stamm „Weiße Rose“ jetzt ein Projekt durchgeführt, um die Identifikation mit der Widerstandsgruppe zu erhöhen. Eine Gruppe aus dem Stamm, bestehend aus den älteren der Pfadfinderstufe und Gruppenleitungen und der Stufe der Ranger und Rover wollte dem Wirken der Gruppe nachspüren.
Auftakt bildete eine Ausstellung in der Münchener Universität, einer der Originalschauplätze des Widerstands der Gruppe. Der fachkundigen Führung schloss sich eine intensive Nachbesprechung an. Die Gräber der Opfer war ein weiterer Bezugspunkt, ganz besonders für einige Ranger und Rover. Sie reflektierten das Thema dort während einer abendlichen Wache, eine Fackellänge lang.
Gründliche Vor- und Nachbereitung erbrachten intensive Tage für die Gruppe und die Erkenntnis, dass die hier nachempfunden Erfahrungen prägend sind für das Menschenbild innerhalb der Pfadfinderbewegung. Die Arbeit ist noch nicht zu Ende. Den geplanten Besuch der Gedenkstätte Konzentrationslager Dachau hatten sich nicht alle Teilnehmende zugetraut, er soll später nachgeholt werden.
Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 750 Euro.
Der Name verpflichtet – auf den Spuren der Geschwister Scholl

