2019

Deutsch-polnische Geschichte – heute lebt die Freundschaft

Wie Pfadfinderverbände in Polen und Deutschland erinnern und Zukunft gestalten

Man muss beginnen, wenn die Chance da ist! So machten es der BdP und der polnische Pfadfinderverband ZHP Mitte der 1980er mit ihrer frisch ins Leben gerufenen Freundschaft. Das war vor 35 Jahren bemerkenswert, weil nämlich Polen unter den seinerzeit sozialistischen Staaten als einziges Land Pfadfinderarbeit erlaubte und einer Annäherung an den Westen nicht im Weg stand. Es entwickelte sich eine Völkerverständigung im ausgehenden „Kalten Krieg“, ganz im Sinne weltweit gelebter Pfadfinderfreundschaft. Das dokumentiert jetzt eine vom Pfadfinderförderkreis Nordbayern konzipierten Wanderausstellung, gedacht für Schulklassen und Jugendgruppen. 

Der gemeinsame Weg der letzten 35 Jahre ist dabei nur ein Thema. Es geht auch um länger zurückliegende Geschichte Polens, die in engem Zusammenhang mit der Geschichte Deutschlands steht: Zweiter Weltkrieg und der Warschauer Aufstand  mit der Besonderheit der „Pfadfinderpost“.  „Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken“ ist der Titel der in Erlangen eröffneten Ausstellung. Er bezieht sich auf den Warschauer Aufstand 1944 gegen die deutschen Besatzer. Die polnischen Pfadfinder machten sich hier einen Namen,  indem sie die Post organisierten. Diese bedrückenden Ereignisse sind ein Teil der deutsch-polnischen Geschichte, die seit 35 Jahren währende Pfadfinderfreundschaft ein weiterer – und einer mit Zukunft.     

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 1000 Euro.  

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