2025

Erste Hilfe für die Seele – das Thema hat Gewicht

Wie der BdP bei der psychologischen Fürsorge um Jugendliche und Erwachsene einen wichtigen Schritt weiter ging

Der Begriff klingt etwas sperrig und ungewohnt: „Ersthelfer*innen für psychische Gesundheit“. Spätestens, wenn man ihn zum zweiten Mal liest, wird die Bedeutung klar. Es geht um helfen und sich helfen lassen in psychisch belastenden Situationen. Neu ist das Thema nicht im Bund der Pfadfinder*innen, man sorgt sich schon länger um in der Verantwortung stehende junge Erwachsene, denen psychische Stresssituationen in der Gruppen- oder in der Verbandsarbeit begegnen. Meist ging es dann darum, Freiraum zu schaffen zum Abschalten vom Gruppenstress, etwa eine Unternehmung ganz ohne Leitungsaufgaben, um so die Teamgemeinschaft zu stärken.
Mit seinem Kurs für Mental-Health-First-Aid, wie sich das Angebot auch nennt, ist der BdP nun einen großen Schritt weiter gegangen. Psychische Belastungen sind da und sie sollen nicht mehr hinter verschlossenen Türen lauern, sondern offen ins Zentrum der Arbeit rücken. Und das nicht einfach so, sondern unter fachlicher Begleitung. So stand an dem Wochenende nach spielerischem Kennenlernen die Themen „Erwachsene helfen Erwachsenen“ und „Erwachsene helfen Jugendlichen“. So erfuhren die 27 Teilnehmenden aus unterschiedlichen Funktionen  im gesamten BdP das Thema Erste Hilfe für die psychische Gesundheit aus zwei Perspektiven.
In vier Einheiten ließen sich die unterschiedlichen seelischen Belastungen für Jugendliche und Erwachsene erfahren, definieren und über den Umgang damit sprechen. Und wie bei jedem Erste-Hilfe-Kurs gab es am Ende auch eine Abschlussprüfung und ein Zertifikat.
Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 500 Euro.