Pfadfinderinnen und Pfadfinder können meist mit dem Kompass umgehen auf Fahrt und Lager, das ist altbekannt. Genau so sicher ist, dass der Mensch einen Kompass braucht, um sich im Leben zu orientieren. Auch die Gruppe wie ein Pfadfinderstamm kann eine solche Orientierungshilfe nutzen. Dafür hat der Bund der Pfadfinder*innen den Stammeskompass geschaffen. Es ist eine wichtige Unterstützung, seine Handhabung muss allerdings immer wieder geübt und verfeinert werden.
Die BdP-Landesverbände Sachsen, Berlin-Brandenburg und Thüringen haben deshalb zur Stammeskompassmoderationsschulung und -supervision eingeladen. Wie sperrig der Begriff klingt, so anspruchsvoll ist auch die dahinter stehende Aufgabe. Angesprochen waren junge Erwachsene in der Ranger/Roverstufe des BdP. Die Schulung, wirkungsvoll unterstützt von Hauptamtlichen im BdP und vom BdP-Landesverband Rheinland-Pfalz/Saar, verlief auf zwei Ebenen. Auf der einen konnten Neulinge in die Inhalte des Stammeskompass und seiner Moderation einsteigen, auf der anderen Ebene erarbeiteten schon erfahrene Moderatorinnen und Moderatoren Fallbeispiele aus dem Gruppenleben. Themen wie Unzuverlässigkeit, Personalmangel und Konflikte kamen auf diese Weise auf den Tisch. Ihre Arbeit wurde auf Wunsch der Teilnehmenden begleitet von einer Supervision, um die Erfahrungen zu reflektieren, Herausforderungen zu bearbeiten und schließlich die eigene Moderationsarbeit zu verbessern. Gemeinsam ging es dann weiter mit Analysen eines Stammes im Spiegel des Kompass und mit dem Thema Personalplanung.
Das intensive Wochenende hat alle einen großen Schritt weiter gebracht, übrigens nicht nur beim Thema selbst, sondern auch, weil mehrere Landesverbände konstruktiv zusammen gearbeitet haben.
Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 525 Euro.

