2019

Im Planspiel kann das Leben richtig ernst werden

Wie Ranger und Rover im BdP sich sehr emotional dem komplexen Thema Konsumwelt annäherten

Ist das Leben ein Spiel? Nein, es ist viel mehr, rein spielerisch kommt man eben nicht durch. Aber im Spiel kann man viel über das Leben erfahren. Deshalb gehört das Planspiel als methodisches Element zur Pädagogik bei den Rangern und Rovern, den jungen Erwachsenen innerhalb der Pfadfindergruppen.  19 von ihnen aus dem Landesverband Bayern wollten spielerisch einem Problem näher kommen, das ihnen auf den Nägeln brennt: Die undurchsichtige und komplexe Konsumwelt inklusive der eigenen Verantwortung, aufgezeigt am Beispiel der Produktion und Vermarktung von Kleidung. 

So ein Planspiel ist kein Spaß. Verschiedene Gruppen übernehmen klare Rollen und können sich dabei so hineinsteigern, dass es echte Diskussionen um eisern verteidigte Standpunkte gibt. Im Planspiel unterwegs waren die Arbeiterschaft, Fabrikbesitzer, Vertreter großer Handelsketten als Großkonzerne und die Konsumenten. Vertreter der Handelsketten machen den Konsumenten ihre Produkte schmackhaft,  indem sie ihnen ein schönes Leben ausmalten und anbieten. Die Arbeiterschaft verlangt von den Fabrikbesitzern bessere Bezahlung, was diese ablehnen, da sie von den Handelsketten nicht genug erhalten. Was tun in diesem Dilemma? Die Arbeiterschaft protestiert gegenüber den Handelsketten, das gefällt den Fabrikanten nicht, sie setzen die Arbeiterschaft unter Druck…Und die Konsumenten? Ende offen – aber das Planspiel hat geholfen, komplexe Systeme und Abläufe zu erkennen und Zusammenhänge kritisch zu hinterfragen.   

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 100 Euro.

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