Auf Stammesfahrt gehen, ein Sommerlager erleben, diesmal nicht nur rund eine Stunde von zu Hause entfernt. Es sollte ein Ziel sein weit weg in einer Region von Deutschland, die kein Stammesmitglied bisher gesehen hatte. Das war die Idee des Stammes St. Jörg aus Karlsruhe (Landesverband Baden-Württemberg). Die große Reise führte an die Ostsee nach Noer bei Eckernförde. Genau dort übrigens hatte 63 Jahre zuvor ein Bundeslager des Bundes Deutscher Pfadfinder, eines der beiden Vorgängerbünde des BdP, gegeben. Das spielte natürlich heute keine Rolle mehr, die Ostsee und der Ort Noer locken immer noch Gruppen an.
Schon die Fahrt stellte eine Besonderheit für die 30 Stammesmitglieder aller Altersstufen dar. Einmal quer durch Deutschland im ICE, das war für die meisten etwas Neues. Dann erwartete die Gruppe ein Lagerplatz direkt am Meer. Salzige Ostseeluft, Muschelsuchen und die schnelle Abkühlung bei bestem Sommerwetter machen eben den Seeurlaub aus. Daneben gab es viel Pfadfinderisches, von Abenden in der Superjurte bis zu Dünenwanderung. Die Wölflinge erlebten ein spannendes Spiel- und Spaßprogramm, ehe sie nach fünf Tagen heimfuhren. Die Pfadis gingen anschließend auf den Haijk und erkundeten so die Region mit Karte und Kompass. Höhe- und Schlusspunkt bildete die große Versprechensfeier mit Fackellicht unter Sternenhimmel.
Das Sommerlager hat dem Stamm St. Jörg gut getan, Gemeinschaft und Teamgeist gefördert und Lust gemacht auf die große, weite Pfadfinderfahrt, die irgendwann vielleicht auch noch andere Ziele bescheren kann.
Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt im Rahmen des Programms „Ratz Fatz“ mit einem Betrag von 150 Euro.

