2019

Per Zeitreise hinein ins Pfadfinderleben

Wie die Aufbaugruppe „Graue Schar“ aus Berlin/Brandenburg einen intensiven Startschuss erlebte

Jeder hat einmal klein – oder besser gesagt – ganz von vorn angefangen. So wie die Aufbaugruppe „Graue Schar“ aus Brieselang im BdP-Landesverband Berlin/Brandenburg. Nach einer Phase der regemäßigen Sippen- und Meutentreffen ging es schnell in das erste Zeltlager. 30 Mädchen und Jungen, von denen die Hälfte einschließlich ihrer Gruppenführungen völlig neu war in der Pfadfinderszene, stürzten sich in das große Abenteuer. Feuer machen, Knoten lernen, richtig Schnitzen, einen Wasserfilter aus Sand und Kohle herstellen und das Essen am Lagerfeuer zubereiten  – alles schön und interessant, aber doch ein wenig trocken – oder?

Das änderte sich schlagartig, als das große Spiel begann. Das heilige Pfadfinderbuch sei geklaut und in die Vergangenheit entführt worden, um rückwirkend die Pfadfinderei zu zerstören… Auf der spannenden Zeitreise trafen die Gruppen auf niemand geringeren als auf Baden Powell, den Gründer der Pfadfinderbewegung - 1907, mitten im allerersten Pfadfinderlager. Die nächste Station lag im Jahre 1924. Ein kleines Mädchen aus der bündischen Jugend erzählte aus ihrer Zeit und somit von einer der Wurzeln der Pfadfinderbewegung in Deutschland. Selbstbestimmung der Jugend gehörte schon damals zu den Idealen. Das war bei der folgenden Zeitstufe, dem Jahr 1933, überhaupt nicht mehr der Fall. Hier berichtete ein Junge von seiner Not, statt  der Hitlerjugend angehören zu müssen lieber bei den Pfadfindern zu sein. Die waren aber soeben verboten worden. Dann ein Zeitsprung auf 1976, als der BdP gegründet wurde. Seite für Seite des bedrohten Buches eroberten die Gruppen im Spiel zurück und kamen wieder an im hier und heute.

So eingestimmt und informiert gingen die Kinder zu einem ersten Höhepunkt im Leben ihrer Gruppe. Die Meutenführungen bekamen ihre gelben Halstücher und die Sippenführungen ihre Lilien  feierlich überreicht, alle Teilnehmenden erhielten eine Anstecklilie als Andenken. Der Anfang ist gemacht in Brieselang!     

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 250 Euro.

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