Pfandflaschen gegen die Not und für die Menschenrechte

Wie der BdP-Stamm „Korsaren“  aus NRW  mit Leergut die Flüchtlingshilfe in Griechenland unterstützte

Mit Pfandflaschen kann man Geld einnehmen, um Not zu lindern. Manche Menschen sind sogar darauf angewiesen, auf Bahnhöfen oder in Fußgängerzonen danach zu suchen, ein mühseliger und entwürdigender Vorgang. Der BdP-Stamm „Korsaren“ aus Oeventrop und Freienohl im  Landesverband Nordrhein-Westfalen machte mehr aus diesem Prinzip und rief 2020 auf zur großen Spendenaktion unter der griffigen Schlagzeile „Pfandflaschen für Menschenrechte“. Es ging um die  Flüchtlingslager in Griechenland, speziell um das Lager Moria, wo es im selben Jahr zu einem verheerenden Brand  gekommen war. Die Lebenssituation der Menschen dort und in anderen Lagern ist bis heute hochprekär und menschenunwürdig.

Diese große Not hat den ganzen Stamm der Korsaren - Kinder, Jugendliche und Erwachsene von 6 – 63 Jahren – beeindruckt, empört und zur Tat angeregt. Die Tat sah so aus: An einem Samstag konnte die Kundschaft von zwei Supermärkten vor Ort ihre Pfandflaschen an die Pfadfinder übergeben, die sie dann einlösten. Das erforderte Einsatz, war kaum mühselig und auf gar keinen Fall entwürdigend - ganz im Gegenteil: Stolze 2358,99 Euro konnten dem auf Lesbos aktiven Verein Kindernothilfe e.V.  übergeben werden. 

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 100 Euro für die Erstellung eines Videofilms zur Aktion.

https://www.youtube.com/watch?v=q57fWJHvYzo