Im Mittelalter eine Burg zu bauen, hat in der Regel mehrere Jahrzehnte, vielleicht auch länger gedauert. Der BdP-Stamm Truchseß aus Zirndorf (Landesverband Bayern) hatte sich ein solches Projekt vorgenommen, bei ihm ging das im Herbst 2025 aber viel schneller. Allerdings brauchte die Pfadfinderburg weder Steine noch Mörtel und auch die Statik spielte eine nur untergeordnete Rolle.
Dafür stellte sich das Erfolgserlebnis noch am selben Wochenende ein, es blieb sogar Zeit für wilde Burgspiele und ein großes Geländespiel zum mittelalterlichen Leben auf der neuen Burg. Wo liegt der Trick? Die Burg entstand aus Jurtenbahnen, wurde dennoch stattlich und groß, eine eindrucksvolle Szenerie aus Schwarzzelten. Den puren Spaß brachte die gemietete Hüpfburg. Dass es so etwas im Mittelalter noch nicht gab, störte niemanden. Im Gegenteil, die Wölflingsmeute, die Pfadisippe, die Runde der Ranger und Rover und die älteren Lebenspfadfinder tauchten auch damit ein die Welt der Burgen.
Und mit einem großen Geländespiel. Die Siedler von Catan, jene aus dem berühmten Brettspiel, wären davon wohl ebenso begeistert gewesen wie die Pfadfinderinnen und Pfadfinder selbst, hätten sie sich doch dort mühelos wiedergefunden. Für das Ritteressen an der großen langen Tafel gilt dasselbe (die abgegessenen Knochen flogen nach hinten...). Der Höhepunkt des Ritterlagers von Zirndorf folgte unmittelbar nach den rustikalen Köstlichkeiten, nämlich die Aufnahme einer neuen Sippe in die Pfadistufe. Mit dem traditionellen Feuersprung sorgten die (ehemaligen) Wölflinge selbst für den Wechsel, um diesen anschließend in der Kurzzeit-Burg richtig zu feiern.
Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt im Rahmen des Förderbereichs Ratz Fatz mit einem Betrag von 150 Euro.

