2025

Was der Wind alles bewirkt...

Wie sich der BdP-Stamm Wichmarinchusen in Wuppertal einem zentralen Naturthema stellte

„Der Wind, der Wind, das himmlische Kind“ oder lieber „Wer Wind sät, wird Sturm ernten...“? Beide Aussprüche zeigen die Spannweite der Naturkraft Wind. Sie kann Erfrischung sein, sie kann für Fortbewegung  und Energie sorgen, sie kann aber auch Verderben bringen. Das alles hat der BdP-Stamm Wichmarinchusen in Wuppertal (Landesverband Nordrhein-Westfalen) zum Thema gemacht: Der „Kraft des Windes“ gingen in einem Herbstprojekt rund 30 Teilnehmende nach in Theorie und Praxis.
Zuerst die Praxis. Was liegt näher als das Segeln, für Pfadfinderinnen und Pfadfinder immer schon eine attraktive Unternehmung. Der Wind sorgt ganz allein dafür, dass an Bord alle ein Team bilden, sonst geht die Reise nicht voran. Der fünftägige Segeltörn auf dem Ijsselmeer in den Niederlanden unter professioneller Leitung zeigte den Wind allen Facetten. Mal muss man seine Wirkung bändigen, mal verstärken, um sich fortzubewegen -  im Wattenmeer kommt beides vor. Die uralte Kunst des Segelns zu verstehen und auszuprobieren, war ein echtes Bildungserlebnis für die Pfadistufe des Stammes mit ihren Gruppenleitungen.
Alte Windmühlen und moderne Windkraftanlagen sind in der Nordseeregion überall greifbar, ihre Technik und Wirkungsweise lassen verstehen, was der Wund alles kann. Technischer Fortschritt – es gibt sogar moderne Segelschiffprojekte und Solarwindantriebe in der Raumfahrt – wurde in den Abendrunden besprochen und auch die Bedeutung von schweren Stürmen. Am Schluss gab es einen Überraschungseffekt: Den geplanten Museumsbesuch verhinderte das Wetter (Kraft des Windes?), die Dünenwanderung in Terschelling als Ersatz machte das Thema nochmals erlebbar - Kraft des Windes.
Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 750 Euro.