2025

Wenn ein Gewitterregen das Kochfeuer löscht….

Wie der Stamm Mauersegler aus Creußen (Landesverband Bayern) die Essenszubereitung auf Fahrt erprobte

Kochen gehört zum Zeltlager wie die Zelte – von jeher haben sich Pfadfindergruppen unterwegs selbst versorgt, waren in der Lage, für die Gruppe zu planen, Essen zuzubereiten und so auch die Stimmung zu halten, wenn nötig. Denn nichts schmälert ein Fahrtenerlebnis so sehr wie Unzufriedenheit mit dem Essen…

 

Das alles gilt unverändert für die Gruppen des BdP. Es gibt aber auch Aufbaugruppen, die noch keine Erfahrung mit dem Kochen haben und es gibt sicherlich auch erprobte Stämme, in denen das Wissen rund um die Feuerstelle nicht mehr von selbst vorhanden ist. Schließlich sinkt in der gesamten Gesellschaft der Anteil derer, der noch von Grund auf selbst kocht…

 

Jedenfalls hat sich der Stamm Mausersegler aus Creußen (Landesverband Bayern), vor kurzem noch eine Aufbaugruppe, vorgenommen, den Geheimnissen, Möglichkeiten, Risiken und Konsequenzen der Essenszubereitung auf Fahrt auf den Grund zu gehen. Was lässt sich direkt über der Glut, was über dem offen Feuer zubereiten und welche Art von Feuer ist die richtige? Nimmt man eine Folie, eine Pfanne oder einfach einen Stock? Und außerdem: wer kocht, wer spült? 

 

Eine Sippenfahrt mit mehreren, spontan besorgten Übernachtungsstationen diente als Grundübung. Die äußeren Umstände gestalteten sich dabei schwierig, aber das war ganz gut für den Erfahrungsschatz. Das erste Kochfeuer nämlich löschte ein Gewitterregen, und als alles vorbei war, half nur noch der Gaskocher. Die Pfannkuchen am nächsten Morgen mutierten zu leicht angebrannten Kaiserschmarren, weil eine Stahlplatte sich weniger eignet als eine Pfanne. Mit Chili con Cane klappte es dann an der nächsten Station recht gut, Rühreier ersetzen Pfannkuchen und eine Erkenntnis zum Schluss: Nicht zu viele Nudeln einpacken, dafür mehr Schokokekse. Nicht nur wegen der neuen, durchaus noch ausbaufähigen Kocherfahrungen war die Sippenfahrt ein Erlebnis, auch die freundliche Aufnahme der Gruppe bei den Menschen in der Oberpfalz begeisterte die Jungen und Mädchen der Pfadistufe. 

 

Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 72,08 Euro.