News

Abschied vom Bundeslager 2026

Nach dem Besuchstag und der beeindruckenden Jubiläumsfeier zum 50. Geburtstag des BdP beginnt am Samstag das große Aufräumen. Noch ist überall Leben auf dem Platz, doch die ersten Zeichen des Abschieds sind nicht zu übersehen.

In den Stämmen wird Material sortiert und verpackt. Die Cafés schenken ihre letzten Getränke aus. Erste Kohten und Jurten werden für den Rücktransport verpackt. An einigen Zentren finden Flohmärkte statt – schließlich muss nicht alles, was für ein Bundeslager angeschafft wurde, wieder mit nach Hause reisen. Überall sind Menschen mit Stangen, Kisten und Taschen unterwegs. Und auch die Müllzentrale hat alle Hände voll zu tun.

Als es langsam dämmert, versammeln sich rund 5.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem zentralen Platz. Die Band beginnt zu spielen, die Unterlager lassen ihre wichtigsten Erlebnisse des Bundeslagers noch einmal Revue passieren. Es wird gelacht, erinnert und auch die eine oder andere Träne verdrückt. Bundesleitung und Lagerleitung verabschieden sich mit bewegenden Worten und blicken auf die gemeinsamen Tage zurück.

Auf der großen Leinwand ziehen noch einmal Bilder der vergangenen Tage vorbei. Begegnungen, Aktionen, Lagerbauten, Musik, Abenteuer und ganz persönliche Momente.

Dann wird es stiller. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in der ersten Reihe entzünden ihre Kerzen und geben das Licht weiter. Flamme für Flamme wandert durch die Reihen, bis schließlich tausende Kerzen den zentralen Platz erhellen. Ein bewegender Moment, in dem die Gemeinschaft noch einmal ganz unmittelbar spürbar wird.

Mit dem Erlöschen der Kerzen und dem gemeinsamen Singen des Abschiedsliedes endet das Bundeslager 2026 offiziell. Doch der Abend ist noch nicht vorbei: Das Bundesfeuer wird entzündet und wirft sein warmes Licht über den Platz. Noch lange brennt es in die Nacht hinein – als letzter gemeinsamer Treffpunkt.

Am Sonntag beginnt schließlich die Abreise. Mehr als 100 Reisebusse machen sich auf den Weg und bringen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zurück in ihre Heimat. Das Material ist inzwischen in Containern verstaut und wird von dort in die Landesverbände zurückgebracht.

Auf dem Lagergelände bleibt es dennoch geschäftig. Hunderte Helferinnen und Helfer packen weiter an und bauen die Infrastruktur des Bundeslagers Stück für Stück zurück. Zelte, Bühnen, Wege und Versorgungsbereiche verschwinden. Aus dem lebendigen Lagerplatz wird wieder eine Ackerfläche, die anschließend den Bauern zurückgegeben werden kann.

Die Arbeit im Zentrum Pfadfinden geht weiter und die nächsten Gäste werden erwartet.

Ein Bundeslager geht zu Ende – aber das, was die Pfadfinderinnen und Pfadfinder miteinander erlebt haben, nehmen sie mit.